Kann Luxus-Packaging nachhaltig sein?

tapigroup 26 Februar 2021 0

Wie die zunehmende Aufmerksamkeit für die Umwelt auch das Luxury Packaging verändert

Verbraucherinnen und Verbraucher beweisen heute eine immer größere Aufmerksamkeit für die Umwelt und versuchen, immer häufiger nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Darauf reagieren auch die Unternehmen und erarbeiten Verpackungslösungen, die zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen.

Dieser Trend hat dazu geführt, dass viele Unternehmen in der Branche des Beverage Packaging ihre Mission geändert haben und immer mehr in Forschung und Entwicklung von grünen Alternativen investieren. So wurde vor ein paar Monaten die Nachricht veröffentlicht, dass Bacardi bis 2023 auf biologisch abbaubare Flaschen umstellen will. Ein Zeichen, dass sich etwas Entscheidendes bewegt, um die Umwelt zu schützen.

Und wenn bis vor nicht allzu langer Zeit der Begriff Luxury Packaging ganz das Gegenteil von nachhaltigem Packaging war, so können wir heute behaupten, dass die beiden Dinge ohne große Hindernisse Hand in Hand gehen.

Ein deutliches Beispiel dafür sind unsere Produkte Abor und T-Cask: Sie werden mit Hilfe von innovativen Produktionsprozessen kreiert, bei denen Destillationsrückstände bzw. im zweiten Fall Fässer am Ende ihres Lebenszyklus verwertet werden, um damit hochmoderne Verschlüsse für Premium- und Super Premium-Produkte herzustellen. Dazu gehört aber auch der Griffkorken Duo, bei dem Kopf und Schaft bequem getrennt werden können, um ein korrektes Recycling zu ermöglichen.

 

Nachhaltiger Luxus als Herausforderung

Bis vor Kurzem konzentrierten sich Prestigemarken und ihre Kunden überwiegend auf die Ästhetik der Verpackung und nicht auf ihre Umweltverträglichkeit, aber jetzt schlägt die ganze Branche einen neuen Kurs ein.

Die Aufgabe, ökologische Verpackungselemente herzustellen, die auch für die Premium-Beverage-Branche geeignet sind, ist alles andere als einfach. Die Herausforderung ist wichtig, denn die Gesundheit unserer Umwelt steht auf dem Spiel, aber man muss auch betonen, dass das Umweltbewusstsein heute größer ist als früher. Die Gleichung hat sich verändert: Sie lautet jetzt green = trendy. Die wichtigste Triebkraft in diesem Wandel waren die Verbraucher selbst, die ihre Kaufgewohnheiten erheblich verändert haben und jetzt nachhaltigere Entscheidungen treffen.

Schon seit mehreren Jahren war der „grüne“ Trend zu beobachten, aber infolge der COVID-19-Pandemie hat er sich in den letzten 12 Monaten noch verstärkt. Nach den Statistiken von McKinsey haben die Menschen im ersten Lockdown sich für einen nachhaltigeren Lebensstil entschieden, mehr auf Recycling geachtet und Produkte mit einem umweltbewussteren Packaging gekauft. Daher lässt sich dieser Trend heute in der Luxuswelt nicht mehr ignorieren.

Nachhaltiges Packaging: die Entscheidung der Unternehmen

In den letzten Jahren haben auch die Unternehmen der Luxury-Branche den Trend hin zu nachhaltigeren Verfahren gewendet. Zu den Vorreitern in dieser Branche gehört sicherlich Gucci: Schon im „fernen“ 2010 führte die Marke ihre 100% recyclingfähigen Packagings aus Papier mit FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council) ein.

Richten wir nun den Blick speziell auf die Getränkebranche, sehen wir, dass viele Hersteller aktiv nachhaltigere Lösungen entwickeln, ohne den Begriff des Luxus dabei aufzugeben. Neben Bacardi, dessen Beispiel wir oben schon nannten, gehören zu den engagierten Marken im Umweltschutz auch die Brennereien Westland Distillery, die nur natürliche Ressourcen für die Produktion verwendet, und Copper & Kings, die Sonnenenergie für die Stromversorgung nutzt.

Das bedeutet, dass die Firmen neben neuen Materialien auch Maßnahmen einführen, um die Produktionsprozesse umweltfreundlicher zu gestalten. Auch wir bei Tapì bewegen uns seit Jahren in diese Richtung, denn wir investieren viel in die Forschung und Entwicklung neuer Lösungen, mit denen die Kohlenstoffbilanz verringert werden kann. Ein Beispiel dafür ist die Technologie NEOS, die 2020 eingeführt wurde und Polymere aus erneuerbaren Quellen nutzt: Die Leistungen der Produkte und ihre Ästhetik bleiben dabei auf dem gleichen Niveau, denn die Änderung betrifft die Herkunft der Rohstoffe und nicht ihre Performance.

Nachhaltiges Luxus-Packaging: Ausblick die Zukunft

Die obigen Ausführungen machen verständlich, dass auch die Hersteller sich längst real engagieren, um ihre Umweltauswirkungen über die Produktionsprozesse und/oder die verwendeten Materialien zu verringern, und dies ist sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Blickt man in die Zukunft, zeichnet sich ab, dass die Unternehmen die Umweltfreundlichkeit der Verpackungen weiter verbessern werden, vielleicht zugunsten von Bioplastik, das die gleiche ästhetische Wirkung wie die nicht nachhaltige Alternative bietet, oder andere umweltfreundliche Materialien, die nach Erfüllung ihrer Aufgabe einfacher zu recyceln oder wiederzuverwerten sind.

Ausführlichere Informationen: Trends im Beverage Packaging Design für 2021

Schlussbetrachtung

Angesichts der ausgeführten Beispiele können wir heute mit Sicherheit sagen, dass auch das Luxury Packaging nachhaltig sein kann. Die gesamte Industrie hat sich weiterentwickelt und bietet heute Innovationen, die auf ästhetischer und/oder Performance-Ebene den weniger umweltfreundlichen Alternativen in nichts nachstehen.

Kommen Sie in die nachhaltige Welt von Tapì.

Interview Fred Jerbis

tapigroup 10 Februar 2021 0

  • Fred Jerbis ist ein sehr interessanter, ansprechender Name. Könnt ihr uns erzählen, was er bedeutet und was euch inspiriert hat, eure Marke so zu nennen?

Fred Jerbis steht für „Le erbe di Federico“, also „Federicos Kräuter“. Wir haben einen furlanischen Namen gewählt, weil wir die Wertschätzung und Bedeutung unseres Heimatgebiets Friaul zum Ausdruck bringen wollten, denn es ist ganz wichtig für die Kreation unserer Produkte. Das Projekt Fred Jerbis umfasst eine Linie mit Likören und Bränden, die sich durch eine enge Bindung an die Region auszeichnen.

  • Wie seid ihr in die Branche Liköre und Brände gekommen und wo habt ihr das erforderliche Wissen erworben?

Eigentlich begann alles mit meiner Passion für Pflanzen und für Produkte, die auf „Botanicals“ basieren: Zunächst habe ich mich mit Gin beschäftigt und von da meinen Blick auf die wichtigsten traditionellen Liköre in Italien erweitert. Und ich kam zu der Überzeugung, dass man eine Linie von Spirits machen könnte, die authentisch und handwerklich von Friaul und Italien erzählt. Meine Erfahrung in der Cocktailwelt begann 2000; zuerst habe ich in Italien und Spanien Erfahrungen gesammelt, bis ich 2008 nach Friaul zurückgekehrt bin und eine eigene Schule für Barkeeper und eine Cocktailbar in Polcenigo eröffnet habe.

  • Was ist euer Schlüssel zum Erfolg auf einem so überfüllten Markt wie den Spirits? Was unterscheidet euch von den Wettbewerbern?

FJ ist ein Projekt für Forschung und Experimente mit Destillaten und Likören. Wir sind überzeugt, dass man für originelle Produkte vor allem einen neuen Standpunkt braucht, der im Werden begriffen ist – man darf nie etwas selbstverständlich hinnehmen, sondern muss immer versuchen, einen neuen Blickwinkel einzunehmen. Das Projekt FJ hat zwei Ziele: Das erste ist, handwerkliche Spirituosen in begrenzter Menge nur aus hochwertigen Zutaten zu kreieren. Zweitens habe ich mir zum Ziel gesetzt, den besten Negroni auf der Welt zu machen; deshalb versuche ich, nicht nur an die einzelnen Produkte zu denken, sondern auch an ihre Mischung für den Cocktail.

  • Hat die derzeitige COVID-19-Pandemie sich auf eure Geschäfte ausgewirkt, positiv oder negativ?

Die Pandemie hatte eine destabilisierende Wirkung, vor allem weil wir in der Arbeit mit dem HORECA-Bereich natürlich die Schließung der Lokale zu spüren bekamen. Zum Glück konnten wir die Verluste dank der Unterstützung von vielen Liebhabern begrenzen, die im Lockdown weiter Fred Jerbis getrunken haben.

  • Könnt ihr uns etwas über zukünftige Projekte und Produkte erzählen?

Im Moment konzentrieren wir uns auf den Aufbau einer Brennerei und eines botanischen Gartens, damit wir alle Phasen der Produktion noch enger begleiten können. In Bezug auf die Produkte werden wir weiter „Limited Editions“ in Verbindung mit den einzelnen Jahrgängen herstellen.

  • Welche neuen Trends gibt es eurer Erfahrung nach in der Welt der Spirits, und was werden wir in den nächsten Jahren an Neuheiten erleben?

Ehrlich gesagt können wir nicht absehen, welche neuen Trends aufkommen werden, das wüssten wir selbst auch gern. Wir sind aber überzeugt, dass die Verbraucher sich weiterentwickeln und immer mehr auf der Suche nach Qualitätsprodukten sind. Dieser Aspekt wird immer wichtiger und entscheidender und darf unserer Ansicht nach nicht vernachlässigt werden.

  • Wenn wir vom Packaging sprechen: Die Gestaltung für eure Produkte spiegelt Handwerklichkeit und Traditionsverbundenheit. Habt ihr die einzelnen Elemente selbst gewählt oder mit einem spezialisierten Büro zusammengearbeitet?

Unser Packaging hat eine doppelte Funktion, einerseits soll es auf einfache Weise von den Botanicals erzählen, die wir für jedes einzelne Produkt verwenden, andererseits ein Gefühl von Handwerklichkeit vermitteln, denn dadurch zeichnen sich unsere Produkte aus. Das Logo und die Brand Identity wurden von unserem internen Team kreiert, mit dem wir das ganze Projekt entwickelt haben. Dadurch, dass wir auch diese Phase persönlich begleitet haben, konnten wir unserer Meinung nach dem Projekt weitere Authentizität verleihen.

  • Und jetzt ein kleiner Fokus zum Verschluss. Was hat euch dazu gebracht, unseren Griffkorken T-Wood für die ganze Bandbreite eurer Destillate zu wählen?

Der Verschluss, für den wir uns entschieden haben, ist schlicht, ohne banal zu sein, in allen Details gepflegt und klar in den Linien.

Fred Jerbis hat sich für T-Wood aus der Reihe Collection mit einem Kopf aus natürlichem Buchenholz entschieden, der mit dem einfarbigen Logo-Aufdruck individuell gestaltet wird.

Der Schaft ist synthetisch, so dass er sich durch geschmackliche Neutralität auszeichnet. Mit Mehrkomponenten-Spritzguss wird er mit dem Kopf verbunden. Diese innovative Technik vermeidet die Verwendung von Klebstoffen und zufällige Brüche und garantiert damit maximale Dichtheit.

HIER FINDEN SIE ALLE GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN VON T-WOOD